Tagespolitik allgemein

Da macht die Botschaft, einen Ort zu hüten den es gar nicht mehr gibt, irgendwie nicht viel Sinn.

Jetzt wird es echt absurd.

Du hast doch selbst aus der Bibel zitiert
[...]Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte[...]

Danach(!) kommt der Sündenfall und der Mensch muss das Paradies für alle Zeit verlassen. Logischerweise kann er ihn dann nicht mehr bewahren, er hats versaut. Das Recht auf friedliches Leben als Gärtner und Tierpfleger im Paradies verspielt.
Das ist alles andere als kryptisch, das ist eine recht einleuchtende und simple Geschichte.
 
@Lord Sol:

Ist dir bekannt, dass der Garten Eden nicht mehr existiert? Dass er laut Bibel lokal begrenzt, im Nahen Osten lag, nicht die gesamte Erde umfasste, seit dem Sündenfall verloren ist und wenn überhaupt nur noch mit dem Jenseits gleichgesetzt wird? Dass die gesamte Welt sündig wurde und das perfekte, zu bewahrende Paradies nicht mehr existiert?

Auf einen globalen Umweltschutz kann man diese Stelle wohl kaum beziehen denke ich.

Untaugliches Argument!

Wo und Wann wurde "Eden" denn vernichtet?

Wir sitzen noch immer darin. Das ist kein reiner Bibel-Glaube, sondern simple, empirische Wahrnehmung meinerseits. Ich behaupte mal, dass ich bis an das Ende meines Lebens Orte auf der Erde besuchen kann, die mich sprachlos machen werden, ohne auch nur eine Landmarke zweimal besuchen zu müssen.

Und mal ganz unter uns: Wenn mir jemand erzählt, dass der Garten Eden bei Mustafa oder bei Egon hinterm Haus ist, dann lache ich denjenigen einfach nur aus!

"Eden" ist keine Lokalität, sondern eine Glaubenssache. Wer "seinen" Garten findet, der wird sich darum kümmern oder auch nicht.

"Eden" ist auch kein Werkzeug der Wirtschaft, der Politik oder irgendeiner Lobby, sondern reines Wunschdenken. Solches Wunschdenken kann sehr schnell und sehr einfach realisiert werden. DENN! Es kommt nicht jeder nach Eden rein! Wer reinkommt, entscheidet der Besitzer.

Dementsprechend ist "Eden" ein Privatclub, dem man sich nur durch Verdienst, Entbehrung, Weltoffenheit und (vergebene!) Vergebung anschließen kann.
 
Moment, es ging doch in der Diskussion darum ob der Garten Eden als biblische Grundlage für Umweltschutz herhalten kann.

Du bringst jetzt deine Interpretation vom Paradies auf einer geistigen Metaebene ein, die ich gar nicht angesprochen hatte. Bestritten dass diese Ebene existiert habe ich aber auch nicht. Mir ging es darum klar zu stellen, dass man auf Grund der wörtlichen Beschreibung keinen Umweltschutz ableiten kann. Einen christlichen Umweltschutz kann man am ehesten aus Haltungen wie Demut gegenüber Gottes Allmacht begründen, wie ich hier bereits darlegte. Der wörtliche Text der Bibel gibt das meines Erachtens nicht her, das ist meine Meinung.

Die Erklärung, dass man in jeder schönen Landschaft für sich ein Paradies sehen kann, der stimme ich zu. Aber das ist nicht gleichzusetzen mit der Definition vom Garten Eden, die in der biblischen Darstellung gebracht wird. Du unterschlägst die Tatsache der biblischen Beschreibung des Paradieses als fest umrissene Örtlichkeit. Und nur darauf hatte ich mich bezogen.

Meines Wissens nach habe ich nie behauptet dass der Garten Eden vernichtet wurde, keine Ahnung wie du darauf kommst. Laut christlicher Sicht wurde der Mensch aus dem Garten vertrieben und da wir bis jetzt keinen Garten gefunden haben vor dem ein Engel mit Schwert steht, muss man die ganze Geschichte entweder als bloßes Gleichnis für den Verlust des Idealzustands sehen, oder der Garten ist genauso geworden wie die restliche Welt, oder man setzt ihn gleich mit dem jenseitigen Himmel als Ort des Lebens nach dem Tod.

Was du mir mit den Sätzen über Eden als "kein Werkzeug" von Wirtschaft, Politik usw. in Bezug zum Umweltschutz sagen willst, erschließt sich mir nicht wirklich. Sorry. :confused:

Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Mir ging es überhaupt nicht darum wie man Eden verstehen kann, sondern lediglich klarzustellen was in der Bibel wirklich dazu gesagt wird. Ich verstehe daher auch nicht ganz wie deine persönliche Meinung meine persönliche Meinung falsifizieren sollte, denn Bibelzitate die meine Prämisse widerlegen auf der meine Meinung basiert hast du ja nicht gebracht.
 
Die meisten Jobs die eine qualifizierte Ausbildung benötigen sind eh gut bezahlt.
Also da kann ich dir zumindest eine Branche nennen, wo dem nicht so ist. Nicht mal annähernd. Und das ist im Pflegebereich. Sei es die Krankenschwester, die Altenpfleger(in), ambulante Pflege oder der Sanitäter.
Für das, was die zum Teil leisten, kriegen die nicht mal ansatzweise genug Geld.

Nicht zu vergessen, daß Frauen meistens immer noch weniger Geld verdienen und die gleiche Arbeit machen.
 
Also da kann ich dir zumindest eine Branche nennen, wo dem nicht so ist. Nicht mal annähernd. Und das ist im Pflegebereich. Sei es die Krankenschwester, die Altenpfleger(in), ambulante Pflege oder der Sanitäter.
Für das, was die zum Teil leisten, kriegen die nicht mal ansatzweise genug Geld.

Nicht zu vergessen, daß Frauen meistens immer noch weniger Geld verdienen und die gleiche Arbeit machen.

Wenn ich da noch ein weiteres Feld hinzufügen dürfe: Erzieher und Sozialarbeiter.

Teilweise studiert oder eine fundierte Ausbildung und dennoch kaum Lohn...
 
Die CSU hat bei der letzten Landtagswahl 2008 ihre seit 1962 ununterbrochen bestehende absoute Mehrheit verloren. Du bist also mindestens 2 Jahre zu spät dran mit deinem süffisanten Kommentar.

Die CDU in BaWü hatte öfters ebenfalls keine absolute Mehrheit. Wie kann ich denn dann von CDU Diktatur schreiben? Fällt dir vielleicht auf wie sinnvoll Nitpicking in Bezug auf Diktatur ist, wenn real gar keine Diktatur existiert und die Verhältnisse lediglich scherzhaft überspitzt wurden?

Tut mir leid, aber wenn ich etwas nicht leiden kann, dann ist es diese Art der Besserwisserei. Wenn es sich um einen wissenschaftlichen Diskurs handelt, ist es selbstverständlich, dass die Wissenschaftler sich auf einheitliche Begrifflichkeiten und möglichst eindeutige Formulierungen einigen müssen. Aber bei scherzhaft dahingeworfenen Zwischenkommentaren in einem Forum, kann man sich das echt sparen. In diesem Rahmen erwarte ich einfach, dass die Leute ihre grauen Zellen anstrengen und sich nicht an einzelnen Begriffen aufhängen. So schwer ist die Analogie nun wirklich nicht zu verstehen. Sie spielt auf den Regierungswechsel an.

Denn erst ein Regierungswechsel schafft erlebbare Fakten und nimmt der bisherigen Regierung ihre Macht. In einer lebendigen Demokratie sollte das zumindest schon einmal vorgekommen sein. Denn nur dann hat der Regierende einen echten Anreiz im Sinn des Regierten zu handeln und wiegt sich nie in Sicherheit.

THX1138 schrieb:
Zwischen Behauptung und Zitat besteht kein kausaler Zusammenhang. Der Satz fällt vor dem Sündenfall.
Die Schöpfung dieser Schöpfungsgeschichte bezieht sich auf alles und nicht nur Eden.
Mal ganz davon abgesehen, dass die zwei Schöpfungsgeschichten unabhängig voneinander geschrieben stehen und die erste keinerlei Bezug zum Sündenfall oder Eden nimmt.

In Matthäus 6 geht es um das Sorgen vor morgen, Gottvertrauen und egoistisches Horten von weltlichem Gut. Weitere Punkte in denen die Tiere vorbildlich sind, werden nicht genannt.
Man könnte diese drei Dinge aber als Grundlage für das sehen, das überhaupt zur Folge hatte, dass die Umwelt verschmutzt wird.
Kein Gottvertrauen sorgte dafür, dass der der Mensch die Frucht aß und in seiner Lebensweise vom Tier zum Menschen wurde (die Schlange versprach ihm wie Gott werden zu können), dieses wie Gott sein zu wollen ist also etwas schlechtes, Sorgen erzeugen Leistungsdruck und damit ein Drang mehr und mehr anzuhäufen (zum Gefühl der falschen Sicherheit), egoistisches Horten führt von einer Bedarfswirtschaft zur Wirtschaft des ständigen Wachstums.

Es gibt keine aktive Aufforderung, weil zur Zeit der Bibel es solche Probleme noch gar nicht im großen Maßstab gab. Der Mensch war nicht zahlreich und technisiert genug, um die Umwelt wirklich beeinflussen zu können. Aber eine gottgefällige Lebensweise würde automatisch dazu führen, dass es auch der Umwelt gut geht. Eben weil der Mensch dann - wie du sagtest - viel demütiger handeln würde. Den Autoren der Bibel ist vor allem eine gerechte und moralische zwischenmenschliche Gesellschaft wichtig. Aber ich denke, dass Umweltverschmutzung als neuzeitliches Problem ebenfalls nicht als gottgefällig angesehen würde, weil es seine Ursachen ja eben in all dem hat, das den Mensch laut Bibel sündig macht, Gier, fehlendes Gottvertrauen, wie Gott sein zu wollen...
 
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Macht es überhaupt Sinn ein altes Schriftstück mit einzubeziehen?

@S21
Wie bei den AKWs, aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Sicherlich will und soll sich neu sondiert werden, mal sehen wie die Grünen das auf die Kette kriegen. :D
Die SPD macht es ganz geschickt und will die Bürger entscheiden lassen und hofft insgeheim das nur die Contra stimmen die Grün gewählt haben, so sollte S21 durchkommen. ;)
 
Die Schöpfung dieser Schöpfungsgeschichte bezieht sich auf alles und nicht nur Eden.
Mal ganz davon abgesehen, dass die zwei Schöpfungsgeschichten unabhängig voneinander geschrieben stehen und die erste keinerlei Bezug zum Sündenfall oder Eden nimmt.

Ja und der Sündenfall ist auch nicht in Eden geblieben, sondern die Sünde gibt es überall, von daher sagt der Satz nichts über die Qualität der Welt nach dem Sündenfall aus. Gut gemacht ist die Welt ja, aber was der Mensch dann daraus gemacht hat ist nicht gut. Somit kommt man dann auch wieder zum Umweltschutz.
Bei allem anderen hast du recht.
 
Gut gemacht ist die Welt ja, aber was der Mensch dann daraus gemacht hat ist nicht gut. Somit kommt man dann auch wieder zum Umweltschutz.
Bei allem anderen hast du recht.

Ich glaube wir sind sowieso einer Meinung, argumentieren nur von verschiedenen Richtungen aus, weil ich nicht auf Demut als Stichwort gekommen bin :p

Drath Vader schrieb:
Die SPD macht es ganz geschickt und will die Bürger entscheiden lassen und hofft insgeheim das nur die Contra stimmen die Grün gewählt haben, so sollte S21 durchkommen.

Wäre jedenfalls die richtige Methode, um auf die ein oder andere Weise zu einer klaren Entscheidung pro oder contra S21 zu kommen.

Dass es automatisch contra Grüne ausgeht ist nicht gesagt. Das hängt davon ab a) wie weit gefasst man wählen lässt, in Stuttgart haben die Grünen 3 von 4 Direktmandaten gewonnen und b) ob bei einer BaWü-weiten Wahl der Konstanzer, dem S21 am Hintern vorbei ging und standesgemäß CDU wählte, überhaupt für den Volksentscheid zu mobilisieren ist oder nicht nur zum Großteil die unmittelbar Betroffenen in und um Stuttgarter und Ulm wählen gehen.
 
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@S21
Wie bei den AKWs, aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Sicherlich will und soll sich neu sondiert werden, mal sehen wie die Grünen das auf die Kette kriegen. :D
Die SPD macht es ganz geschickt und will die Bürger entscheiden lassen und hofft insgeheim das nur die Contra stimmen die Grün gewählt haben, so sollte S21 durchkommen. ;)

Die neue Regierung übernimmt zwei schwere Hypotheken ihrer Vorgänger. Einmal S21 und zum anderen die quasi verstaatlichte EnBW, wobei ich letzteres fast als gravierenderes Problem sehe, aber der Reihe nach.
Würde man S21 sofort stoppen, würde dies das Land ca. 1,5 Mrd. kosten, ohne dafür was zu bekommen, also weder den geplanten unterirdischen Bahnhof, noch die Variante "K21", bei der der bestehende Kopfbahnhof modernisiert und an die geplante Schnellbahntrasse angeschlossen werden soll. Ob dieses (eigentlich sinnvolle) Vorhaben dann noch umgesetzt werden kann, wenn eine 1,5 Mrd.-Lücke in der Finanzierung klafft, steht in den Sternen.
Insofern ist das Szenario Volksentscheid wohl das realistischste. Damit könnte man den Kopf elegant aus der Schlinge ziehen und auf das Wählervotum verweisen, sollte S21 dann doch kommen.
Das wesentlich größere Kuckucksei, welches Herr Mappus seinen Nachfolgern ins Nest gelegt hat ist allerdings der mehr als fragwürdige EnBW-Deal. Allein schon die Tatsache, daß hier mehr als 5 Mrd. an Steuergeldern (mehr, als die veranschlagten 4,5 Mrd. für S21) verballert wurden, und dabei noch nichtmal das Parlament gefragt wurde, hat ein ganz gewaltiges Geschmäckle, wie man hier sagt. Ursprünglich war geplant, die anfallenden Zinsen aus den Dividenden, welche das Aktienpaket abwirft zu bedienen, aber durch die jüngsten Ereignisse steht der Kurs EnBW-Aktie ziemlich unter Druck, und es ist sehr fraglich, ob es ab 2012 überhaupt noch möglich sein wird, die Kredite aus den Aktiengewinnen zu jkompensieren. Dies hätte zur Folge, daß dafür wiederum erheblich Mittel aus dem Landeshaushalt aufgewendet werden müssen, die an anderer Stelle fehlen werden.
Keine guten Startbedingungen also für Grün-Rot...

C.
 
In der Türkei wird gerade heiß darüber disskutiert ob man die Todestrafe gegen Pädophile doch einführen soll. Natürlich ist die MHP sofort als Befürworter angetretten...
 
Ja der Volksentscheid ist die einzige richtige Wahl.
Auch wenn ich persönlich kein Freund von S21 bin und mir ein K21 lieber wäre. Ich hab mir schließlich auch die Schlichtungsgespräche angesehen und für mich haben sich da einige große Vorteile für K21 kristallisiert und S21 konnte mMn nach kaum punkten. Das hauptargument war wirklich nur dass das es eben schon Planfestgestellt und beschlossen sei und ein ausstieg teuer werden würde. Ansonsten gab es kein wirkliches Argument für S21.
Wenn es zu einem Volksentscheid kommt würde ich also für K21 stimmen. Wenn die Mehrheit allerdings S21 beschließt würde ich dass dann allerdings auch akzeptieren.
(Und wenn das Ding dann nach zehn Jahren fertig ist und nicht richtig Funktioniert ins Fäustchen lachen.)
Wobei ich den Grünen dann auch schon eher zutraue das sie sich dann an den Schlichterspruch von Geisler halten und aus S21 ein S21+ machen und den Bahnhof noch etwas verbessern. Wie mit den zusätzlichen Gleisen usw.
 
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Die CDU in BaWü hatte öfters ebenfalls keine absolute Mehrheit. Wie kann ich denn dann von CDU Diktatur schreiben? Fällt dir vielleicht auf wie sinnvoll Nitpicking in Bezug auf Diktatur ist, wenn real gar keine Diktatur existiert und die Verhältnisse lediglich scherzhaft überspitzt wurden?

Tut mir leid, aber wenn ich etwas nicht leiden kann, dann ist es diese Art der Besserwisserei. Wenn es sich um einen wissenschaftlichen Diskurs handelt, ist es selbstverständlich, dass die Wissenschaftler sich auf einheitliche Begrifflichkeiten und möglichst eindeutige Formulierungen einigen müssen. Aber bei scherzhaft dahingeworfenen Zwischenkommentaren in einem Forum, kann man sich das echt sparen. In diesem Rahmen erwarte ich einfach, dass die Leute ihre grauen Zellen anstrengen und sich nicht an einzelnen Begriffen aufhängen. So schwer ist die Analogie nun wirklich nicht zu verstehen. Sie spielt auf den Regierungswechsel an.

Was hängst du dich immer auf dem Begriff Diktatur auf? Mir ging es einzig darum, dass du hier zwei Parteien in einen Topf geschmissen hast, die grundverschieden sind und nur aufgrund ihrer politischen Ausrichtung zusammenarbeiten. Wenn du darauf bestanden hättest dass die Betonung auf Diktatur liegt, hätte ich erst gar nicht das Ergebnis der Landtagswahl 2008 angesprochen.

Ausserdem hätte dein Joke vor der Landtagswahl 2008 einfach besser gepasst weil diese Analogie auch perfekt auf die absolute Mehrheit passt - imho deutlich sogar besser. Vorallem weil der Verlust der absoluten Mehrheit nach Jahrzenten ein grosser Schock für die CSU war.

Denn erst ein Regierungswechsel schafft erlebbare Fakten und nimmt der bisherigen Regierung ihre Macht. In einer lebendigen Demokratie sollte das zumindest schon einmal vorgekommen sein. Denn nur dann hat der Regierende einen echten Anreiz im Sinn des Regierten zu handeln und wiegt sich nie in Sicherheit.

Ein Regierungswechsel muss nicht stattfinden, damit die Demokratie lebendig bleibt, so lange die Wahlen frei sind und jeder Bürger wählen kann was er will. Auch wenn bei 100 Wahlen immer die selbe Partei gewinnt ist das immer noch eine gesunde Demokratie, so lange der Wähler auch die Konkurrenz wählen kann. Wie man ja an meinem Beispiel mit der Landtagswahl 2008 sehen kann, kann der Wähler der amtierenden Regierung sehr wohl eine Ohrfeige verpassen - ohne dass ein Regierungswechsel stattfindet. Das ist nämlich auch eine lebendige Demokratie die erlebbare Fakten schafft. Den echten Anreiz hat die CSU durch diese Wahlschlappe nämlich sehr wohl bekommen weil sie umgehend gehandelt hat und eben genau die Punkte zurück genommen hat, weswegen sie ihre Ohrfeige erhalten hat.
 
Ausserdem hätte dein Joke vor der Landtagswahl 2008 einfach besser gepasst weil diese Analogie auch perfekt auf die absolute Mehrheit passt - imho deutlich sogar besser.
Wie hätte ich das denn 2008 aus dem Kontext einer noch nicht stattgefundenen BaWü Wahl heraus schreiben sollen? Bin ich Hellseher?
Tut mir leid, wenn ich deine Gefühle als Bayer verletzt habe. Aber solange es noch keinen Regierungswechsel gab, steht der Kommentar.

Du bist vermutlich auch so einer, der bei einem dieser Glühbirnenwitze einwendet wie unrealistisch dieser doch sei, weil es jetzt doch nur noch Energiesparlampen gibt und darauf besteht den Witz mit Energieparlampen fortzusetzen.


Ein Regierungswechsel muss nicht stattfinden, damit die Demokratie lebendig bleibt, so lange die Wahlen frei sind und jeder Bürger wählen kann was er will. Auch wenn bei 100 Wahlen immer die selbe Partei gewinnt ist das immer noch eine gesunde Demokratie, so lange der Wähler auch die Konkurrenz wählen kann. Wie man ja an meinem Beispiel mit der Landtagswahl 2008 sehen kann, kann der Wähler der amtierenden Regierung sehr wohl eine Ohrfeige verpassen - ohne dass ein Regierungswechsel stattfindet. Das ist nämlich auch eine lebendige Demokratie die erlebbare Fakten schafft. Den echten Anreiz hat die CSU durch diese Wahlschlappe nämlich sehr wohl bekommen weil sie umgehend gehandelt hat und eben genau die Punkte zurück genommen hat, weswegen sie ihre Ohrfeige erhalten hat.

Rein hypothetisch stimmt das. Und darüber kann man dann von mir aus auch sachlich streiten, anderer Meinung sein und den Besserwisser raushängen (im Gegensatz zum tschuldigung äußerlich lächerlichen Nitpicking bei einem unernst gemeinten Zwischenkommentar)

Man kann natürlich argumentieren, dass bereits die hypothetische Konkurrenz bewirkt, dass sich der Regierende wie bei einer echten Konkurrenzsituation an seine Wähler anpasst. (es hat die Abwanderung zur FDP und Freie Wähler gegeben, aber ein gelber oder roter Ministerpräsident oder eine FDP-SPD Koalition waren keine realistischen Ergebnisse und eine lediglich hypothetische Möglichkeit - der Machterhalt war schon im Vorfeld sicher) Ich allerdings meine, dass es in jedem Land min. eine realistische Alternative geben sollte. Und wenn diese realistisch ist, dann bedeutet das auch, dass sie gewählt wird, wenn die Regierenden Mist bauen oder im Laufe der Zeit zu "verfilzt" sind.
Das einzige, das der Politiker wirklich spürt, ist der Machtverlust. Eine Machtreduktion wirkt sicherlich auch disziplinierend, aber erst die Möglichkeit des Verlusts sitzt und wirkt sanktionierend. Und der Politiker muss im Vorfeld jeder Entscheidung die Sanktion fürchten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie hätte ich das denn 2008 aus dem Kontext einer noch nicht stattgefundenen BaWü Wahl heraus schreiben sollen? Bin ich Hellseher?

Es gab davor in mehreren Bundesländern Regierungswechsel während in Bayern jahrzentelang ein Partei mit der absoluten Mehrheit regiert hat. Da passt dein Joke auf jeden vorangegangenen Regierungswechsel.

Rein hypothetisch stimmt das. Und darüber kann man dann von mir aus auch sachlich streiten, anderer Meinung sein und den Besserwisser raushängen (im Gegensatz zum tschuldigung äußerlich lächerlichen Nitpicking bei einem unernst gemeinten Zwischenkommentar)

Du bist doch derjenige der sich an einem Wort aufhängt! :rolleyes:
 

Wer sollte das denn bezahlen.


Hier habe ich eine lustige Meldung gefunden.
Wenn das stimmen sollte, lache ich mich tot.
Der US-Geheimdienst vermutet, daß Kämpfer der Al-Quaida und der Hisbollah auf Seiten der Rebellen
gegen Libyen kämpfen. Und die USA und ihre Handlanger bombem ihnen den Weg


frei.:D http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,753945,00.html
 
Hier habe ich eine lustige Meldung gefunden.
Wenn das stimmen sollte, lache ich mich tot.
Der US-Geheimdienst vermutet, daß Kämpfer der Al-Quaida und der Hisbollah auf Seiten der Rebellen
gegen Libyen kämpfen. Und die USA und ihre Handlanger bombem ihnen den Weg frei.:D

Das hab ich mir schon die ganze Zeit gedacht, und man muß auch kein großes Genie sein, um auf den Gedanken zu kommen. Man mag von den ganzen Gaddafis, Mubaraks oder Ben Alis halten was man will, aber zumindest haben sie die radikalen Islamisten unter dem Deckel gehalten.

C.
 
Das wird wohl auch stimmen, habe auch schon mehrfach solches gelesen.

- Einer der Anführer der libyschen Rebellen heißt Abdel-Hakim al-Hasidi. Ihm unterstehen nach eigenen Angaben ungefähr tausend Mann. Dieser al-Hasidi hat eine bewegte Vergangenheit. Im Jahre 2002 war der Dschihadist nach Afghanistan gezogen, um die "ausländischen Invasoren" zu bekämpfen. Zuvor hatte er mehr als zwei Dutzend Gefolgsleute rekrutiert. Im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet wurde er verhaftet, zuerst den alliierten Westmächten unterstellt, dann an Gaddafi ausgeliefert, der ihn bis 2008 inhaftierte. Al-Hasadi gehört zur "Libyan Islamic Fighting Group" (LIFG), die Al Qaida nahesteht.

- Der populäre arabische Satellitensender "Al Jazeera" gehört der steinreichen Königsfamilie von Qatar, die wiederum ein Erzfeind Gaddafis ist. Einer der einflussreichsten religiösen Kommentatoren auf "Al Jazeera", Yusuf al-Qaradawi, wurde in Ägypten geboren und ist eng mit den Muslimbrüdern verbandelt. Regelmäßig segnet der Prediger mit glühenden Worten die Revolte gegen Gaddafi und lobt die westliche Militärintervention.

- Auch der Präsident des Tschad, Idriss Deby Itno, ist ein Gegner Gaddafis. In einem Punkt allerdings gibt er ihm recht: Al Qaida habe die Revolte mit angezettelt. Aus den Waffenbeständen der Rebellen, im Osten Libyens, hätten Mitglieder der Organisation "Al Qaida in the Islamic Maghreb" (AQIM) nun Boden-Luft-Raketen in ihr Gebiet in Tenere geschmuggelt. "Das ist sehr ernst", sagt Deby Itno, "AQIM wird dadurch zu einer richtigen Armee, der am besten ausgerüsteten in der ganzen Region."

Weitere interessante Punkte gibt es in der Quelle: Tagesspiegel: Arabischer Vökerfrühling - Hätten Sie's gewusst?
 
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