Die CSU hat bei der letzten Landtagswahl 2008 ihre seit 1962 ununterbrochen bestehende absoute Mehrheit verloren. Du bist also mindestens 2 Jahre zu spät dran mit deinem süffisanten Kommentar.
Die CDU in BaWü hatte öfters ebenfalls keine absolute Mehrheit. Wie kann ich denn dann von CDU Diktatur schreiben? Fällt dir vielleicht auf wie sinnvoll Nitpicking in Bezug auf Diktatur ist, wenn real gar keine Diktatur existiert und die Verhältnisse lediglich scherzhaft überspitzt wurden?
Tut mir leid, aber wenn ich etwas nicht leiden kann, dann ist es diese Art der Besserwisserei. Wenn es sich um einen wissenschaftlichen Diskurs handelt, ist es selbstverständlich, dass die Wissenschaftler sich auf einheitliche Begrifflichkeiten und möglichst eindeutige Formulierungen einigen müssen. Aber bei scherzhaft dahingeworfenen Zwischenkommentaren in einem Forum, kann man sich das echt sparen. In diesem Rahmen erwarte ich einfach, dass die Leute ihre grauen Zellen anstrengen und sich nicht an einzelnen Begriffen aufhängen. So schwer ist die Analogie nun wirklich nicht zu verstehen. Sie spielt auf den Regierungswechsel an.
Denn erst ein Regierungswechsel schafft erlebbare Fakten und nimmt der bisherigen Regierung ihre Macht. In einer lebendigen Demokratie sollte das zumindest schon einmal vorgekommen sein. Denn nur dann hat der Regierende einen echten Anreiz im Sinn des Regierten zu handeln und wiegt sich nie in Sicherheit.
THX1138 schrieb:
Zwischen Behauptung und Zitat besteht kein kausaler Zusammenhang. Der Satz fällt vor dem Sündenfall.
Die Schöpfung dieser Schöpfungsgeschichte bezieht sich auf alles und nicht nur Eden.
Mal ganz davon abgesehen, dass die zwei Schöpfungsgeschichten unabhängig voneinander geschrieben stehen und die erste keinerlei Bezug zum Sündenfall oder Eden nimmt.
In Matthäus 6 geht es um das Sorgen vor morgen, Gottvertrauen und egoistisches Horten von weltlichem Gut. Weitere Punkte in denen die Tiere vorbildlich sind, werden nicht genannt.
Man könnte diese drei Dinge aber als Grundlage für das sehen, das überhaupt zur Folge hatte, dass die Umwelt verschmutzt wird.
Kein Gottvertrauen sorgte dafür, dass der der Mensch die Frucht aß und in seiner Lebensweise vom Tier zum Menschen wurde (die Schlange versprach ihm wie Gott werden zu können), dieses wie Gott sein zu wollen ist also etwas schlechtes, Sorgen erzeugen Leistungsdruck und damit ein Drang mehr und mehr anzuhäufen (zum Gefühl der falschen Sicherheit), egoistisches Horten führt von einer Bedarfswirtschaft zur Wirtschaft des ständigen Wachstums.
Es gibt keine aktive Aufforderung, weil zur Zeit der Bibel es solche Probleme noch gar nicht im großen Maßstab gab. Der Mensch war nicht zahlreich und technisiert genug, um die Umwelt wirklich beeinflussen zu können. Aber eine gottgefällige Lebensweise würde automatisch dazu führen, dass es auch der Umwelt gut geht. Eben weil der Mensch dann - wie du sagtest - viel demütiger handeln würde. Den Autoren der Bibel ist vor allem eine gerechte und moralische zwischenmenschliche Gesellschaft wichtig. Aber ich denke, dass Umweltverschmutzung als neuzeitliches Problem ebenfalls nicht als gottgefällig angesehen würde, weil es seine Ursachen ja eben in all dem hat, das den Mensch laut Bibel sündig macht, Gier, fehlendes Gottvertrauen, wie Gott sein zu wollen...