Tagespolitik allgemein

Aber, wir zahlen keine pauschalen Beiträge. Die Steuern errechnen sich über Prozentwerte und da sieht das schon wieder ganz anders aus. 10% von 400 Euro sind schließlich weniger, als 10% von 1000 Euro.

Ja, das sag ich doch. Bei Dir hat es sich so angehört, als solle jeder einen Pauschalbetrag zahlen.

Und muss das über die Steuern geschehen? Oder, ist es nicht auch möglich anders zu helfen?

Über was soll es denn sonst gehen? Über die Steuern erreicht man nunmal so ziemlich jeden. "Helfen" hat sowas von Gutsherrnart, dass die Reichen hier und da nach Gutdünken mal was abgeben, wo es ihnen in den Kram passt.

wie weit kann man gehen, ohne das Individuum irgendwann davon zu befreien, selbst für sich Verantwortung zu übernehmen?

Soweit, wie das Prinzip einer Solidargemeinschaft mal gedacht war, dass denjenigen, die in Not geraten geholfen wird.

Wo gehobelt wird, fallen auch Späne. Es geht nicht nur darum, schön billigen Strom zu haben. Die Energiekosten gehen vielen Familien an die Substanz und das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern.

Und warum ist das so? Weil die Konzerne Gewinn machen wollen, bzw. müssen, damit die Aktionäre zufrieden sind. In Deutschland ist es auch ohne Atomkraft möglich soviel Strom zu erzeugen, dass wir diesen sogar noch ins Ausland verkaufen können. Das Problem ist, dass der Strommarkt privatisiert ist, und Konzerne dahinter stehen, die nicht nur kostendeckend arbeiten müssen, sondern gezwungen sind, Gewinne zu erwirtschaften. Der Witz bei der Sache ist ja, dass der Strom immer teurer wird, je mehr die Verbraucher einsparen, damit nur ja die Gewinne am Jahresende wieder stimmen, und die Aktionäre zufrieden sind.
Ich bin sicher kein Freund der Planwirtschaft oder Ähnliches, aber ich denke, dass z.B. die Versorgung mit Strom, Wasser Gas usw. sowie das Gesundheitswesen in staatlicher Hand sein sollten.
Von billigem Atomstrom profitieren stand jetzt höchstens die Konzerne, und nicht die Endverbraucher.

C.
 
Das Problem ist, dass der Strommarkt privatisiert ist, und Konzerne dahinter stehen, die nicht nur kostendeckend arbeiten müssen, sondern gezwungen sind, Gewinne zu erwirtschaften.

Wenn ich mich nicht irre überlebt die regenerative Branche doch auch sehr mit staatlicher Unterstützung, die sich aus höheren Strompreisen und Steuern speist.
Wenn die Konzerne wirklich alle kostendeckend wirtschaften müssten, weil sie nichts vom Staat/Steuerzahler hinten rein bekämen, hätten wir zwar weniger grüne Energie, aber auch weniger auf der Rechnung, oder?
 
Auch auf die Gefahr, dass man mir gleich wieder an den Hals springt: Atomkraft.
Für mich ist die Kernenergie weiterhin ein optimales Mittel. Nur, ist es in Deutschland ja mittlerweile unmöglich geworden, den Menschen zu vermitteln, dass Atomenergie nicht das absolute Böse ist.

Stichwort: Thorium-Reaktor.
Physik: Gibt es das sichere Atomkraftwerk? - Physik - FOCUS Online - Nachrichten

Die Situation rund um den THTR 300 in Hamm-Uentrop sollte durchaus kritischer betrachtet werden, als der Focus es hier getan hat.

Fangen wir mit etwas Grundsätzlichem an, was durch seine quasi alltägliche Natur aber umso erschreckender ist. Dieser Film vom japanischen Künstler Isao Hashimoto zeigt jeden einzelnen Atomwaffentest zwischen 1945 und 1998 als farblichen Blitz und einem Ton, aufgeschlüsselt nach Nationen.

Das Manhattan-Projekt, Hiroshima und Nagasaki bilden hier zusammen die schauerliche Ouvertüre, die anschließend in eine Zeitrafferaufnahme (1 Monat = 1 Sekunde) übergeht. Ein halbes Jahrhundert voller sinnfreier Erdverseuchung in nicht mal 15 Minuten:

[YOUTUBE]LLCF7vPanrY[/YOUTUBE]


Aus diesem Video habe ich ein Bild raus gezogen, welches all diese Tests, sowie die beiden Kriegseinsätze in kumulierter Form darstellt. Diese weißen Flecken auf der Landkarte sind tatsächlich wörtlich zu nehmen, denn dort kann eigentlich kein Mensch mehr leben.



Dies sieht auch der Verein "Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges" so, wie man dem folgenden Statement entnehmen kann:

ARCHIV.IPPNW.DE |*Atomtests

Und was ist hier, mitten in Deutschland, am 4. Mai 1986, zunächst fast gänzlich unbemerkt im Schatten des Unglücks von Prypjat passiert?

Das hier:

[YOUTUBE]MqjcTy9wyL4[/YOUTUBE]

Aus all diesen Informationen kann man sich denkbar einfach und an einer Hand abzählbar die tatsächlichen Folgen des Unglücks vom 4. Mai 1986 in Hamm-Uentrop für das restliche Ruhrgebiet ableiten: Neben der Strahlenbelastung durch die Katastrophe von Tschernobyl hat auch noch zusätzliches menschliches Versagen zu einer noch höheren Strahlenbelastung geführt, deren Auswirkungen in einem der dichtest besiedelten Gebiete der Welt noch immer völlig unbekannt sind. Ein grundsätzlicher Anstieg der Krebs- und Leukämiefälle im Zusammenhang mit dem THTR300 ist nicht wirklich abwegig, sondern das Gegenteil ist durchaus wahrscheinlich.

Weitere Infos: THTR Rundbrief Nr 122 August 08
 

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Wann wurde dieses Renteneintrittsalter denn eingeführt? ..son Ärger dann muss ich ja noch 26 Jahre arbeiten statt mit 55 in Rente zu gehen...

Zahlendreher ^^, ich mein Rente ab 67.

Zeit Online schrieb:
Die von den Grünen geplante Erhöhung der Hartz-IV-Sätze auf 420 Euro plus Warmmiete bezeichnete sie als unverständlich. Von der Leyen zufolge koste die Erhöhung sechs Milliarden Euro. Gleichzeitig ziehe eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze "eine Million Menschen in die Arbeitslosigkeit, weil sich Arbeit für sie dann nicht mehr lohnt", sagte von der Leyen.
Bundestagswahl: Von der Leyen erteilt Schwarz-Grün eine Absage | Politik | ZEIT ONLINE

Interessant das nun nicht nur ein Mindestlohn zu Arbeitslosigkeit führen würde, sonder auch eine Erhöhung des Hartz IV Satzes.
Aber CDU und FDP ziehen diesbezüglich ehh seltsame zusammenhänge. Man könnte meinen Sie wollen das sich die Menschen im Mindestlohnsektor ausbeuten lassen, statt dafür zu sorgen das Menschenwürdig und Verhältnismäßig bezahlt wird.

Ben schrieb:
Seltsam, dass die Weltwirtschaft vor 10, 15 Jahren noch anders aussah, als heute.
Seltsam, dass in allen Ländern der EU, seit der Einführung des Euro, nur in Deutschland jahrelang die Reallöhne gesunken sind.
 
Das ist nicht nur interessant, sondern zynisch, dass es sich für einige Leute offenbar schon nicht mehr lohnen würde arbeiten zu gehen, wenn sie vom Amt ca. 30 Euro mehr Stütze im Monat bekämen.

C.

Das ist einfach nur widerlich, zeigt aber sehr deutlich wie FDP und CDU denken und auch dementsprechend handeln.
Richtig zynisch wird es dann noch wenn man bedenkt das die FDP einfach mal den Armutsbericht zensiert, die BILD davon fasselt das wir überall die Nummer 1 wären und es allen - dank des starken Exportes - in diesem Land besser gehen würde.
Wenn man solche Aussagen, wie diese liest, so muss man einfach den Eindruck bekommen das es nicht gewollt ist die Menschen in Würde leben zu lassen.
Man bekommt den Eindruck das die Interessen der Wirtschaft, in dem Fall der Niedriglohnsektor (der zur zeit - um mal eine aktuelle zahl zu nennen - bei 1800 euro brutto liegt) im fordergrund steht.
Dazu kommt noch das man mit HARTZ IV ein wunderbares Druckmittel und ein Mittel hat um bei der Mittelschicht Angst vor dem Abstieg zu erzeugen.
Die Leute sind dann eher bereit länger zu arbeiten, mehr zu arbeiten, auch für weniger.

@Mad: Ihnen ist das menschenwürdige Leben egal.
Von der Leyen hats doch mal wieder belegt mit diesem Satz.

Aber du darfst eins bei der ganzen Sache nicht vergessen...
Durch den Niedriglohnsektor haben wir uns unseren Wettberwerbsvorteil im Export erkauft.
Es kann also kein interessere daran bestehen diesen Abzuschaffen, denn damit schneidet man sich ins eigene Fleisch.

Ich hab dazu mal nen Link aus dem Spiegel, in dem Frankreich genau dies kritisiert hat.
ist leider gut 2 1/2 jahre alt - aber immer noch aktuell.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...ngt-deutsche-zu-export-fairplay-a-683527.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das sag ich doch. Bei Dir hat es sich so angehört, als solle jeder einen Pauschalbetrag zahlen.

Nein, dann war das ein Missverständnis.
Ich bin natürlich nicht von einem Pauschalbeitrag ausgegangen.

Die Situation rund um den THTR 300 in Hamm-Uentrop sollte durchaus kritischer betrachtet werden, als der Focus es hier getan hat.

Ich bin wirklich absolut kein Experte auf dem Gebiet Kernkraft bzw. Kernphysik und alles was dazugehört. Auf eine fachliche Diskussion kann ich mich also nicht einlassen, da würde ich sowieso den Kürzeren ziehen.

Trotzdem bin ich aber überzeugt davon, dass sich Kernenergie heute sicherer nutzen lassen würde, hätte man nicht sämtliche Investitionen in die Erforschung auf ein Minimum gesenkt. Natürlich ist Kernenergie immer ein Risiko.

Seltsam, dass in allen Ländern der EU, seit der Einführung des Euro, nur in Deutschland jahrelang die Reallöhne gesunken sind.

Seltsam, dass sich nur Deutschland momentan nicht auf dem Weg in die Krise befindet. :rolleyes:
 
Trotzdem bin ich aber überzeugt davon, dass sich Kernenergie heute sicherer nutzen lassen würde, hätte man nicht sämtliche Investitionen in die Erforschung auf ein Minimum gesenkt.

Die Aussage verwundert mich ein bisschen. Du sagst selbst, dass Du Dich nicht auf dem Gebiet auskennst aber trotzdem sagst Du, dass die Kernenergie sicherer Nutzbar wäre als früher. Jetzt hast Du aber mit dem Artikel von Focus so ziemlich das Gegenstück zu deiner Argumentation abgeliefert, da jedes Pro dort entweder durch experimentelle Erfahrung oder durch Experten auseinander genommen wird. Woher kommt also die Zuversicht?

Egal wie toll ein Konzept aussieht, jeder Atommeiler ist eine sprichwörtliche Bombe wenn der Strom ausfällt.
 
Was mich den Kopf schütteln läßt ist die Tatsache, daß man hier in Deutschland aus rein ideologischen Gründen aus der Kernenergie aussteigt während rings um uns herum neue Kraftwerke geplant und gebaut werden. Selbst Schweden ist m.W.n. aus dem Ausstieg ausgesteigen.
Und dann wird aus dem Ausland Atomstrom gekauft, geht es noch heuchlerischer ?

Und was die Ideologie angeht, so schämte sich Claudia Roth nicht, auf dem Rücken von 16 000 Toten verlogene Politik zu machen :

Heute vor zwei Jahren ereignete sich die verheerende Atom-Katastrophe von Fukushima, die nach Tschernobyl ein weiteres Mal eine ganze Region und mit ihr die ganze Welt in den atomaren Abgrund blicken ließ. Insgesamt starben bei der Katastrophe in Japan 16.000 Menschen, mehr als 2700 gelten immer noch als vermisst. Hunderttausende Menschen leben heute fernab ihrer verstrahlten Heimat. Unsere Gedanken sind heute bei den Opfern und ihren Familien.

Die Katastrophe von Fukushima hat uns einmal mehr gezeigt, wie unkontrollierbar und tödlich die Hochrisikotechnologie Atom ist. Wir müssen deshalb alles daran setzen, den Atomausstieg in Deutschland, aber auch in Europa und weltweit so schnell wie möglich umzusetzen und die Energiewende voranzubringen, anstatt sie wie Schwarz-Gelb immer wieder zu hintertreiben. Fukushima mahnt."

Das durch die Kernschmelz und die austretende Strahlun niemand starb und die Toten Opfer des Erdbebens und des Tsunami gewesen sind verschwieg die Dame.
 
Was mich den Kopf schütteln läßt ist die Tatsache, daß man hier in Deutschland aus rein ideologischen Gründen aus der Kernenergie aussteigt während rings um uns herum neue Kraftwerke geplant und gebaut werden. Selbst Schweden ist m.W.n. aus dem Ausstieg ausgesteigen.
Und dann wird aus dem Ausland Atomstrom gekauft, geht es noch heuchlerischer ?

Und was die Ideologie angeht, so schämte sich Claudia Roth nicht, auf dem Rücken von 16 000 Toten verlogene Politik zu machen :



Das durch die Kernschmelz und die austretende Strahlun niemand starb und die Toten Opfer des Erdbebens und des Tsunami gewesen sind verschwieg die Dame.

Traurig, gerade weil dieses Detail am wichtigsten ist. Gerade Tepko hat da viel verzapft. Noch lange nach dem Unfall haben die gesagt es würde keine Strahlung austreten. Dabei hat die Kernschmelze schon am selben Tag um 20:00 Uhr eingesetzt. Das ist für mich die eigentliche Katastrophe. Wäre ich Tepko, ich würde mich in Grund und Boden schämen!
 
Stimmt so nicht.
Es weiß keiner wieviele Menschen verstrahlt wurden und starben weil die japanischen Behörden einfach keine Angaben machen.

Man findet dazu auch kaum was in den Medien. Die einzige relativ seriöse Quelle zu dem Thema war die folgende, und selbst die ist aus dem Jahr 2012

Die Folgen von Fukushima - 15 bis 1300 Krebstote - weltweit - Gesundheit - Süddeutsche.de

Darin werden bisher 600 Tode angegeben, durch die evakierung, mit einer Wahrscheinlichkeit das diese Zahl steigen könnte, durch die Strahlung.
 
Stimmt so nicht.
Es weiß keiner wieviele Menschen verstrahlt wurden und starben weil die japanischen Behörden einfach keine Angaben machen.

Man findet dazu auch kaum was in den Medien. Die einzige relativ seriöse Quelle zu dem Thema war die folgende, und selbst die ist aus dem Jahr 2012

Die Folgen von Fukushima - 15 bis 1300 Krebstote - weltweit - Gesundheit - Süddeutsche.de

Darin werden bisher 600 Tode angegeben, durch die evakierung, mit einer Wahrscheinlichkeit das diese Zahl steigen könnte, durch die Strahlung.

Das Japan da richtige Angaben macht ist sehr unwahrscheinlich. Die hüten dieses Geheimnis wie die USA die Area 51
 
Das Japan da richtige Angaben macht ist sehr unwahrscheinlich. Die hüten dieses Geheimnis wie die USA die Area 51

Es kann sich jeder Betonideologe zusammenlügen was er will.
Fakt ist,daß Frau Roth behauptet hat durch die Kernschmelze seien 16 000 Menschen gestorben.
Und das ist eine glatte L ü G E .
Da kann Herr Dillingerrschasvilli Gift verspritzen soviel er will. Es ist nicht wahr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber warum sagt sie das?

Warum lügen Ideologen ?
Weil sie nicht ander wahrheit,sondern nur an der ideologie intersierrt sind.


Na, für das Statement von Frau Roth. Ist schließlich auch schon ein paar Monate her.



Ach so.
Ja natürlich ist die Dame dann zurück gerudert als sie merkte das die Medien ihr das nicht durchgehen lassen.
Ändert aber nichts an ihrem verlogenen Versuch 16 000 Tote propagandistisch zu mißbrauchen.
 
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