Vorin Al Jevarin
• just a spark of belief •
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Soweit so gut. Weder er noch die Padawane hatten etwas gefunden, bzw. Nylia. Welche Bedeutung hatte das? Musste es überhaupt eine Bedeutung haben? Wenn, dann bedeutete es, dass die Chancen für sie, als auch für das Mädchen immer schlechter wurden. Auch wenn der Optimismus mit jeder Sekunde schwand, versuchte es der Jedi - Meister weiter. Er marschierte die Straßenzüge entlang, fing sogar an, die Straßen rechts und links einzusehen, doch jedweder Versuch erwies sich als nutzlos. Er versuchte es bei einem Alien ihm nicht bekannter Art, doch leider konnte er den Händler nicht verstehen. Faszinierend, da der Beistelltisch neben ihm doch aussah wie ein Verkaufsstand. Wie kommunizierte er mit seinen Kunden? Oder war es vielleicht sogar eine Sie? Er wusste es nicht. Entschuldigend entfernte er sich wieder, und versuchte es weiter. Auf einer Art Platz hingen einige Nichtmenschen herum, einige davon wohl noch ziemlich jung. Einen Versuch war es zumindest wert.
"Entschuldigt. Habt ihr zufällig eine junge Menschenfrau gesehen? Ungefähr so groß, mit blonden Locken?"
Drei der Jugendlichen schlenderten auf ihn zu. Er wurde argwöhnisch gemustert, in einigen spürte man den Hass auch ohne die Macht bemühen zu müssen.
"Das hier ist Menschenfreies Gebiet. Verzieh Dich Schweinegesicht, bevor wir’s Dir entfernen. Und selbst wenn wir sie gesehen hätten, würden wir’s Dir bestimmt nicht sagen. Also Kusch!"
Oh, wie charmant. Vielleicht sollte ihm mal jemand Manieren beibringen. Nur musste er nicht dieser jemand sein.
"Danke." , entgegnete er in einem Tonfall, der zu deutlich machte, was er von dieser Art und Weise hielt. Hätte er nichts Besseres zu tun, wäre er versucht, dem Kerl ein wenig Respekt einzubläuen. Aber nun gut, dies würde ihm kaum weiterhelfen. Vorin ging rückwärts zurück, ignorierte dabei die vielfältigen Beleidigungen und suchte sich einen anderen Weg. Nylia war einfach nirgends zu sehen. Machte das überhaupt noch alles Sinn? Mittlerweile hätte eine der beiden Gruppen ihr über den Weg laufen müssen. Am Straßenrand sah er einen älteren Mann, der scheinbar nur auf die Straße starrte. Ihn zu fragen war auch nicht weniger sinnlos, als all die anderen Versuche.
"Hallo. Entschuldigen Sie die Störung, aber ich suche jemanden und wollte fragen ob Sie mir vielleicht weiterhelfen können. Ich suche eine Freundin. Sie ist eine Menschenfrau, etwa so groß, hat lange, blonde Locken und blaue Augen. Sie haben sie nicht zufällig gesehen?"
Der Mann überlegte einen Moment und musterte ihn dabei. Schließlich hellte sich sein Gesicht auf.
"Ja natürlich. Doch jetzt fällt es mir wieder ein. Ich glaube ich habe deine Freundin gesehen. Sie wirkte auch so, als wäre sie nicht von hier." Vorin nickte beiläufig.
"Ja, das müsste sie gewesen sein. Sie wissen nicht zufällig wohin sie gelaufen ist?" Er schien wieder unsicher und zeigte dann in eine Richtung. Es war der Weg zurück zum Honey House.
"Sie ist dort lang."
"Sind Sie sicher?"
"Oh ja, ganz sicher."
Konnte es wirklich sein? Er konnte sein Glück kaum fassen. Zahlte sich seine Ausdauer doch noch aus?
"Vielen Dank! Sie haben mir wirklich sehr geholfen." Sofort setzte er sich in Bewegung, kam aber nicht weit.
"Moment, hast Du nicht was vergessen?!" Hä? Was wollte der Mann jetzt? Vorin schaute ihn verständnislos an.
"Was?" Der Mann streckte die offene Hand aus.
"Wie viel?" Es wurde nicht besser.
"Hä?"
"Och komm, Du weißt doch wie das hier läuft. Ich gebe Dir Informationen und Du bezahlst dafür." Oh, ach so, das meinte er. Das war doch nur ein Scherz, oder? Jetzt erst kam Vorin überhaupt erst auf den Gedanken. Sicherheitshalber fragte er noch einmal nach.
"Sie ist in diese Richtung gelaufen?"
"Ja, das habe ich doch gesagt."
Der Kerl log. Der junge Meister hätte sich ohrfeigen können, dass er darauf hereingefallen war. Der Kerl hatte einfach nur gesagt was er hören wollte, um ihn abzuziehen. Wäre Vorin nicht davon ausgegangen der Mann helfe ihm aus reiner Nächstenliebe, hätte er gar nicht bemerkt belogen zu werden. Verdammter Kerl!
"Sie lügen. Sie haben Sie gar nicht gesehen. Eigentlich sollte ich Sie …" Was sollte er schon tun? Der Kerl hatte nichts, und ihn zu verprügeln kam aus zig Gründen nicht in Frage.
"Ich sollte ihnen für ihre falschen Hoffnungen überhaupt nichts geben." Viel Kleingeld hatte Vorin nicht dabei, aber einen übrig gebliebenen Zehner fand er noch. Er schnippte ihn dem Mann hin, bedachte ihn noch mit einem ernsten Blick und ließ ihn dann stehen. Er war genauso weit wie zuvor. Dieser Hoffnungsschimmer, der sich als Lüge herausstellte, war weitaus schlimmer, als überhaupt nichts gefunden zu haben. Mittlerweile war er soweit aufzugeben. Es brachte einfach nichts mehr. Sie konnte in der Zwischenzeit sonst wo sein.
Eigentlich müssten sich die Padawane mal langsam melden. Sie meldeten sich nicht, dennoch erhielt er kurze Zeit später eine Nachricht. Der Absender überraschte ihn gelinde gesagt. Mara? Jeden hätte er erwartet, aber nicht sie. Nun, was wollte sie verdammt noch mal von ihm? Er las die Nachricht einmal … zweimal. Was? Was sollte das denn? Also wenn das nicht wieder einmal super – passend war im Augenblick. Was bitte sollte er damit anfangen? Wie aufs Stichwort hatte sie plötzlich wieder eine Vision von einem baldigen Unglück? Der blonde Teenager schüttelte den Kopf. Klasse, wirklich sehr hilfreich. Hatten sie genau das nicht schon einmal gehabt? Ihre ach so hilfreiche Vision die so kurzfristig und so vage gekommen war, dass niemand etwas damit anfangen konnte? Kannte Mara das Mädchen überhaupt? So langsam bekam er Kopfschmerzen. Er wusste nicht, was er als nächstes machen sollte. Eigentlich lagen ihm gehässige Worte auf der Zunge, aber irgendwie war so etwas über das Com unangebracht.
*** Com - Nachricht an Mara Selaren ***
Hallo Mara! Wir suchen bereits nach dem Mädchen. Wir wissen nicht wo sie ist, noch haben wir irgendwelche Anhaltspunkte. Wenn Du uns irgendwie helfen kannst, ich bin ungefähr 20 Fahrminuten in nordwestlicher Richtung und zwei Ebenen tiefer von unserer "Behausung" entfernt. Bis dann. Vorin
*** Com – Nachricht Ende ***
Hallo Mara! Wir suchen bereits nach dem Mädchen. Wir wissen nicht wo sie ist, noch haben wir irgendwelche Anhaltspunkte. Wenn Du uns irgendwie helfen kannst, ich bin ungefähr 20 Fahrminuten in nordwestlicher Richtung und zwei Ebenen tiefer von unserer "Behausung" entfernt. Bis dann. Vorin
*** Com – Nachricht Ende ***
Das war nicht gerade herzlich, aber etwas anderes war wohl auch nicht zu erwarten. Selbst wenn sie noch zusammen wären, hätte er jetzt nicht gerade die beste Laune. Wie auch immer, sie konnte zu ihm kommen, oder es sein lassen. Er ging weiter und redete sich ein, dass sein Suchen noch irgendeinen Sinn hatte. Mehr als eine halbe Stunde würde er aber nicht mehr machen. Dann konnte er davon ausgehen Nylia definitiv verpasst zu haben.
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