Tagespolitik allgemein

Ich denke nicht, dass sich Länder wie Afghanistan, Irak, Ägypten oder Libyen irgendwie demokratisieren lassen. Egal was dort in den nächsten Monaten/Jahren passiert - letztendlich werden diese Länder am Ende wieder unter dem Joch der Diktatur leiden....auf die eine oder andere Weise.
 
Ich denke nicht, dass sich Länder wie Afghanistan, Irak, Ägypten oder Libyen irgendwie demokratisieren lassen. Egal was dort in den nächsten Monaten/Jahren passiert - letztendlich werden diese Länder am Ende wieder unter dem Joch der Diktatur leiden....auf die eine oder andere Weise.

Ich geh einfach mal stark davon aus das irgendwer 1945 das selbe über Deutschland gesagt hat.
Ich heiße es nicht gut das die Demokratie - oder das was sie dort sein möchte - mit Waffengewalt hingebracht wurde.
Ich denke es gibt nur wenige Beispiele in der Geschichte die zeigen das man so ein Land "Demokratisieren" kann - wir sind eins davon.
Ein Bewußtsein für Rechtstaat und Demokratie entwickeld ein Volk eigentlich immer nur von sich aus und das auch nur wenn es sich von seiner jeweiligen Herrschaftsform, oder den herrschenden verraten, betrogen und ungerecht behandelt fühlt.
Afgahnistan und irak mal ausen vorgelassen - gehe ich davon das Ägypten, sowie Libyen demokratisch werden.
Vielleicht nicht so demokratisch wie wir uns dies in unserer - ideal - vorstellung denken.
Aber demokratischer als bisher.
Der wesentliche Unterschied zwischen diese Ländern besteht darin das der Irak und Afgahnistan mit Waffengewalt bezwungen wurden - in Ägypten und Libyen hingegen geht eine breite Mehrheit des ganzen Volkes auf die Strasse, bzw ging.
Daher bin ich auch ziemlich sicher das radikale Gruppen die dort ihr Spiel versuchen zu spielen, und anscheind die minderheit sind, keine Rolle bei der politischen neugestaltung spielen..:
Die menschen dort gehen für Freiheit auf die Strasse - die meisten der radikalen Gruppen die dort mitspielen (so wenige es auch sein mögen) sind nicht gerade ein Freund der Freiheit.
 
Ich denke nicht, dass sich Länder wie Afghanistan, Irak, Ägypten oder Libyen irgendwie demokratisieren lassen. Egal was dort in den nächsten Monaten/Jahren passiert - letztendlich werden diese Länder am Ende wieder unter dem Joch der Diktatur leiden....auf die eine oder andere Weise.

Ich bezweifle schon, daß die Mehrheit in diesen Ländern überhaupt so etwas wie die demokratie westlicher Prägung will.
Die arabische Mentalität bewundert Stärke.
Ein starker Mann an der Spitze wird im Regelfall hoch geachtet.
Auch lassen sich viele religiöse Überzeugungen nicht mit der westlichen Demokratie vereinbaren.
 
Es verdichten sich die Hinweise und Spekulationen über einen Rücktritt von Guido Westerwelle als Parteivorsitzender der FDP.
Als Nachfolger ist Philipp Rösler im Gespräch.
Ob der es schaffen würde die FDP aus ihrer derzeitigen Krise zu führen ?

Die harsche Kritik an Westerwelle finde ich im Moment ohnehinetwas ungerecht.
Zwar hat er den UNO-Botschafter der BRD angewiesen sich bei der Abstimmung über Libyen zu enthalten aber er selber kann dies doch nicht ohne Auftrag oder Zustimmung der Kanzlerin getan haben.
Auch empfinde ich die Reaktion einiger Verbündeter etwas heuchlerisch.
Jahrzehnte lang wurde uns Deutschen alle Lust zum Kriegführen abgezüchtet und immer wieder vorgebetet wie böse böse wir doch in zwei Weltkriegen waren,Länder die sich nicht wehren können überfallen haben, und das wir bloß dem Krieg abzuschwören haben.
Und jetzt stimmen wir einem Krieg gegen ein Land das sich nicht wehren kann nicht zu, und nehmen auch nicht daran teil, und schon fallen die anderen über uns her.
Verrückte Welt.
 
@Jedihammer

Zwar hat er den UNO-Botschafter der BRD angewiesen sich bei der Abstimmung über Libyen zu enthalten aber er selber kann dies doch nicht ohne Auftrag oder Zustimmung der Kanzlerin getan haben.

Das ist auch nicht der Kern der Kritik, und schon gar nicht der Grund für seinen Rückzug. Über die Haltung Deutschlands zum Bürgerkrieg in Libyen kann man ruhig streiten, aber mir wäre es neu, wenn man mit Militäreinsätzen in Deutschland Stimmen gewinnt, insofern dürfte das keine oder allenfalls eine marginale Rolle spielen. Ferner geht es hier ja primär um die Kritik "von innen", also aus der Partei heraus, und da wird er nunmal als PV und höchster Repräsentant der FDP mit allen Erfolgen und Niederlagen in Verbindung gebracht. Es geht um die Atomdebatte, die Postulierung von Steuersenkungen u. der offenen Agitation gegen die SPD und eine stärkere Unterstützung/Entlastung für ALG-II-Empfänger (mit zweit- und drittgenannten begann ja der rasche Absturz in den Umfragen), aber vor allem um die jüngsten Niederlagen, klare Indikatoren für den Machtverlust der Liberalen. Ob er dafür so viel Verantwortung trägt, wie einige verkünden, sehe ich -wie du- fraglich, aber in der Politik rollen nunmal stets die größten Köpfe zuerst. Manchmal kann ein frischer Wind, wenn er denn kommt, sehr viel bewegen.
 
Die Merkel kann einem ja schon bald leid tun. Die hat ja dieses Jahr dann schon einen Verschleiß in ihrem Kabinett, zuerst der Guttenberg und jetzt Westwelle. Tolle Billianz für das erste Quartal 2011.
Aber als Außenminister will er ja bleiben. Dabei könnte ich mir sogar vorstellen das der Rösler auch dieses Amt besser machen könnte als unser noch Vizekannsnicht (<- Pispers lässt grüßen ;)).
 
Zuletzt bearbeitet:
Deutschland muss Atomstrom importieren

Auch wenn die Grünen es nicht glauben wollten, so oder so bleiben wir noch am Atom hängen, da hilft auch sofortiges Aussteigen nicht.

Komisch. 2009 betrug die maximale Stromnachfrage am Tag des höchsten Bedarfs 73 Gigawatt. Die deutschen Stromversorger konnten 92,0 Gigawatt liefern. Rechnet man davon die Nettoleistung der sieben vom Monatorium betroffenen Meiler ab, bleiben immer noch 87,662 Gigawatt, das reicht sogar für die 20% Leistungsreserve die gefordert wird.

Quelle: BDEW, entnommen aus dem Spiegel. :p
 
Ich geh einfach mal stark davon aus das irgendwer 1945 das selbe über Deutschland gesagt hat.
Ich heiße es nicht gut das die Demokratie - oder das was sie dort sein möchte - mit Waffengewalt hingebracht wurde.
Ich denke es gibt nur wenige Beispiele in der Geschichte die zeigen das man so ein Land "Demokratisieren" kann - wir sind eins davon.
Ein Bewußtsein für Rechtstaat und Demokratie entwickeld ein Volk eigentlich immer nur von sich aus und das auch nur wenn es sich von seiner jeweiligen Herrschaftsform, oder den herrschenden verraten, betrogen und ungerecht behandelt fühlt.
Afgahnistan und irak mal ausen vorgelassen - gehe ich davon das Ägypten, sowie Libyen demokratisch werden.
Vielleicht nicht so demokratisch wie wir uns dies in unserer - ideal - vorstellung denken.
Aber demokratischer als bisher.
Der wesentliche Unterschied zwischen diese Ländern besteht darin das der Irak und Afgahnistan mit Waffengewalt bezwungen wurden - in Ägypten und Libyen hingegen geht eine breite Mehrheit des ganzen Volkes auf die Strasse, bzw ging.
Daher bin ich auch ziemlich sicher das radikale Gruppen die dort ihr Spiel versuchen zu spielen, und anscheind die minderheit sind, keine Rolle bei der politischen neugestaltung spielen..:
Die menschen dort gehen für Freiheit auf die Strasse - die meisten der radikalen Gruppen die dort mitspielen (so wenige es auch sein mögen) sind nicht gerade ein Freund der Freiheit.

Was ich in der arabischen Welt problematisch sehe ist der Bildungsgrad. Demokratie steht und fällt mit Bildung, denn ein Bürger kann nur eine mündige Meinung aufbauen, wenn er versteht, um was es geht.
Auch sollte es dort Bewegungen geben, die sich mit den Bedeutungen von Freiheit und Individualrechten von sich aus auseinandersetzen.
Das heißt nicht, dass Demokratie dort per se nicht einführbar ist. Aber es würde mich nicht überraschen, wenn es aus dem Stand heraus nicht überall gelingt und mancherorts seltsame Blüten treibt.
 
Somerset schrieb:
Komisch. 2009 betrug die maximale Stromnachfrage am Tag des höchsten Bedarfs 73 Gigawatt. Die deutschen Stromversorger konnten 92,0 Gigawatt liefern. Rechnet man davon die Nettoleistung der sieben vom Monatorium betroffenen Meiler ab, bleiben immer noch 87,662 Gigawatt, das reicht sogar für die 20% Leistungsreserve die gefordert wird.

Es ist ja nicht so, dass sich seitdem nichts geändert haben kann. So oder so sagt der BDEW jetzt was anderes, das hab ich ja nicht erfunden. Und bei einer Beurteilung der aktuellen Lage ist mir unsere Energieversorgung von vor zwei Jahren auch ehrlich gesagt recht egal.

Utopio schrieb:
Demokratie steht und fällt mit Bildung, denn ein Bürger kann nur eine mündige Meinung aufbauen, wenn er versteht, um was es geht.

Was glaubst du also, warum die Alleinherrscher da unten so wenig an Bildung des Volkes interessiert sind?
Andererseits lässt mich auch die Dummheit vieler Deutscher manchmal daran zweifeln ob sie auch nur ein bisschen von der Welt verstehen oder sich eine mündige Meinung gebildet haben.
 
Es ist ja nicht so, dass sich seitdem nichts geändert haben kann. So oder so sagt der BDEW jetzt was anderes, das hab ich ja nicht erfunden. Und bei einer Beurteilung der aktuellen Lage ist mir unsere Energieversorgung von vor zwei Jahren auch ehrlich gesagt recht egal.

Mir nicht.

Denn es erscheint mir komisch, dass das Abschalten von 7 Kraftwerken mit einer Nettoleistung von 7,11 GW ursächlich für einen plötzlichen Importbedarf von 50 GW sein soll, so wie es der BDEW angibt. Das finde ich etwas seltsam.
 
Andererseits lässt mich auch die Dummheit vieler Deutscher manchmal daran zweifeln ob sie auch nur ein bisschen von der Welt verstehen oder sich eine mündige Meinung gebildet haben.

Sie müssen ja nicht viel von der Welt verstehen, es ist nicht Aufgabe Deutscher die Welt zu formen und zu regieren. Sie müssen etwas von Deutschland und von sich selbst verstehen. Ziel der Demokratie ist nicht DEN richtigen Weg zu finden, Gesetze sind oft nicht richtig oder falsch, es gibt nicht DAS richtige Steuersystem, sie sind ein Resultat von Zielen und Prioritäten. Ziel der Demokratie ist alleine die freie Selbstbestimmung. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn jemand gegen eine Mauer rennen möchte, darf er das, solange er sich dazu freiwillig selbst entscheidet und nicht von jemandem mit dem Kopf dagegen gestoßen wird. Wichtig für die Entscheidung ist jedoch, dass er die Konsequenzen seines Handelns auch begreifen kann. Und dafür ist Bildung notwendig.
 
Das Weltverständnis sollte eigentlich eher Richtung gesunder Menschenverstand oder rationales Denken gemeint sein. Nicht das jetzt jeder Deutscher begreifen muss, was die Welt im innersten zusammenhält.
 
Das Weltverständnis sollte eigentlich eher Richtung gesunder Menschenverstand oder rationales Denken gemeint sein. Nicht das jetzt jeder Deutscher begreifen muss, was die Welt im innersten zusammenhält.

Auch Rationales Denken kann aber zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
Die Logik schreibt keinen zwingenden Weg vor. Weil sie keine Werte kennt. Je nach dem welche Ziele und welche Werte du auf Nummer 1 setzt ist eine andere Handlungsweise die rationalste.

Dass viele Deutsche sich mit augenscheinlich Dummem wie der BILD oder irgendwelchen Castingsshows beschäftigen ermöglicht auch keinen direkten Rückschluss auf ihre Bildung. Das Problem ist, dass die Welt so kompliziert ist, dass bei welcher Bildung auch immer keiner sie wirklich erfassen kann. Und die meisten Menschen sind nunmal keine Politologen und haben weder das Ziel sich selbst, die Welt noch nicht einmal nur Deutschland oder ihre Stadt zu verbessern, die wollen irgendwann nichts mehr von Politik und den großen Dramen der Welt wissen.
 
Auch Rationales Denken kann aber zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Das wollte ich auch nicht bestreiten. An Bild und Castings dachte ich auch nicht.
Du gehst jetzt wieder ins theoretische, solche tiefgreifenden Gedanken hatte ich mir gar nicht gemacht, ich wollte nur meinen persönlichen Eindruck erwähnen.
 
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