Clyde_
Botschafter
Aktuell fließen 20 Prozent des Bundeshaushalts durch Quersubventionen aus dem Sozialhaushalt in die eigentlich umlagefinanzierten Rentenkassen. In Zahlen sind das einhundert Milliarden Euro und ein Fünftel des Bundeshaushalts. 2045 muss diese Zahl laut Kalkulation des Bundesrechnungshofs bei >500 Milliarden Euro liegen, um das Rentensystem trotz der demographischen Schieflage aufrechtzuerhalten. Das entspricht mehr als dem gesamten aktuellen Bundeshaushalt und mehr als der Hälfte sämtlicher Steuereinnahmen pro Jahr in Deutschland. Und zehn Prozent des gesamten aktuellen Bruttoinlandsproduktes. Diese drei Werte werden sich in den nächsten 20 Jahren voraussichtlich eher nicht vervielfachen. Wer weiß, ob sie nicht im Zuge von Wirtschaftskrisen und/oder Kriegen unterdurchschnittlich steigen, stagnieren, oder sogar abnehmen werden.
Ich weiß, dass vor allem linke Parteien - aber auch Union und die AfD - eine Vorliebe dafür haben, solche Sachverhalte gerne mal zu simplifizieren, um Wähler zu griften. Aber du wirst sicherlich erklären können, wie man unter diesen Gesichtspunkten in den nächsten 20 Jahren die staatliche Rente erhöhen und 26 Millionen Immobilienkredite tilgenden Rentnern ohne private Vorsorge einen sorgenfreien Ruhestand garantieren kann. Ohne dabei versehentlich eine gar nicht vorhersehbare Massenarmut zu verursachen.
Wie schon geschrieben:
1. alle zahlen ein, egal wie sie ihr geld verdienen.
2. es gibt keine beitragsbemessungsgrenze mehr
und
3. sollte das immer noch nicht reichen werden die reichen eben durch eine vermögenssteuer zur kasse gebeten die ebenfalls in die sozialkassen fließen.
und bitte komm mir nicht mit den analysten der demohraphischen schieflage... die haben uns schon für das jahr 2024 beitragssätze bei den renten vorher gesagt die astronomisch hoch wären, und bisher nicht eingetreten sind.
Und es gibt tatsächlich auch Menschen die wollen gar kein Haus bauen und trotzdem für das Alter (privat) vorsorgen. Eine Anlage via Aktien oder ETFs ist mitnichten Geld was auf dem Sparbuch versauert, sondern kommt indirekt auch wieder in den Wirtschaftskreislauf. Und noch einmal zu der Häuserthematik: In Großstädten funktioniert das dann wie? Da soll sich jeder eine Eigentumswohnung holen? Ich verstehe da dein Konzept ehrlich gesagt nicht, Clyde.
Was allerdings stimmt ist, und da denke ich sind wir alle einer Meinung, das bisherige Rentensystem funktioniert so nicht mehr und Bedarf einer umfassenden Reform.
Danke für die Korrektur, da hast du natürlich recht!
Es war ein Beispiel was man mit dem Geld tun könnte. Fakt ist doch das eine starke staatliche Rente Geld frei macht das man sonst in die private Vorsorge stecken müsste.
Was die Leute von dem Geld das sie mehr haben tun ist im Endeffekt egal. Der hausbau war nur ein beispiel.
Hauptsache das Geld fließt in die Wirtschaft.
Ob die Häuser bauen, wohnungen in großstädten kaufen, sich ihre mietwohnung verschönern, oder das Geld für ihre hobbys verwenden, spielt ja keine Rolle. Die Beispiele was man mit dem Geld tun könnte ist wahrscheinlich endlos.
Oder lass es mich mal so sagen: Was würdet ihr mit dem Geld, das ihr, wenn ihr es denn, für die private Rente zur seite legt, tun, wenn ihr wüsstet das ihr eine staatliche rente bekommt die zum leben reicht und ihr nicht privat vorsorgen müsstet?
Ein Auto kaufen?
In Urlaub fahren?
es in eure Kinder investieren?
Eure Hobbys damit ausleben?
Ein haus bauen, eine eigentumswohnung kaufen?
Einen kleinen garten als rückzugsort vom stressigen alltag?